offizielle, öffentliche Vorstellung von «Bauen digital Schweiz» an der Swissbau 2016 im Rahmen der Veranstaltung «BIM Evolution oder Revolution?»

Die Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz» vereint die bestehenden Institutionen, Verbände und Unternehmungen rund um das Bauen und vertritt damit ein gemeinsames Interesse.

«Bauen digital Schweiz» ist die einzige Plattform in der Schweiz, welche das Thema aufgenommen und über den gesamten Lebenszyklus des Bauens und Betreibens thematisiert.

Unsere Welt wird zunehmend digital – dies stellt auch die Baubranche vor grosse Herausforderungen. Alle an der Planung, Bau und Betrieb Beteiligten müssen die Veränderungen gemeinsam anpacken. Die Interessensgemeinschaft «Bauen digital Schweiz» hat sich zum Ziel gesetzt, die Transformation der Schweizer Bauwirtschaft ins digitale Zeitalter nachhaltig zu unterstützen.

Analyse des Marktumfeldes

Neben steigenden Anforderungen an Energieeffizienz, CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit wird die Zusammenarbeit aller Beteiligten, durch immer grössere Planungsteams und mehr Spezialisten, zunehmend komplexer. Konventionelle Methoden stossen an ihre Grenzen: Ineffizienzen in der Zusammenarbeit, lange Planungs- und Bauzeiten sowie Qualitätsmängel sind die Konsequenzen. BIM ist eine Methode, die Komplexität in den Planungs-, Bau- und Bewirtschaftungsprozesse reduziert und damit optimiert. Dies allein löst die Probleme nicht abschliessend. Beim digitalen Bauen geht es um mehr. Oft ist eine Vielzahl an Informationen verfügbar jedoch deren Aktualität und Relevanz unklar. Die Reduktion der Informationsflut bildet die Grundlage für Optimierungen; Standardisierung die Grundlage für die integrative Zusammenarbeit und Modularisierung die Grundlage der industriellen Fertigung. Dies schafft eine solide Basis für die Übernahme der Daten in den Betrieb.

Analyse des internationalen Umfelds

Was in Grossbritannien, den Niederlanden oder in Skandinavien bereits staatlich und damit per Gesetz gefordert wird, treibt die Europäische Union durch eine BIM-Taskforce. Bevor eine Immobilie gebaut oder saniert wird, soll diese virtuell konstruiert und optimiert werden. Dabei kann die Optimierung in Bezug auf den gesamten Lebenszyklus erfolgen - angefangen beim Primär-, Grau- und Mobilitäts-Energiebedarf über die Baulogistik bis hin zur Nutzung, Betrieb und Unterhalt. Durch den zunehmenden Einsatz von dynamischen Simulationen lassen sich Entscheidungen schneller, effizienter und basierend auf den relevanten Informationen treffen. Die Wertschöpfung ist nach Bauvollendung nicht abgeschlossen, die digitalen Elemente und deren Informationen können im Betrieb weiterverwendet und die «realen» Erfahrungen im nächsten «virtuellen» Projekt berücksichtigt werden.

Analyse des Schweizer Umfelds

Mit den heutigen, technischen Möglichkeiten und den Erfahrungen aus dem internationalen Umfeld kann man festhalten:

das digitale Planen, Bauen und Bewirtschaften wird in den kommenden Jahren auch in der Schweiz Einzug halten

  • es tangiert alle an der Planung, dem Bau und dem Betrieb Beteiligten
  • die heutigen Prozesse, Methoden, Informationen sowie Dokumentationen werden sich grundlegend verändern
  • das Bildungswesen muss auf diese Veränderungen die Grundlage und entsprechende Vorbereitung bieten
  • die dem Planen, Bauen und Betrieb zugrunde liegenden Vorgaben und Standards müssen darauf ausgerichtet und wo nötig, international abgeglichen werden

Die «BIM-Einführung» in der Schweiz ist nicht nur ein Wechsel von 2D- hin zur 3D-Planung. Es geht um die Transformation einer ganzen Branche ins digitale Zeitalter. Die digitale Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette! Die vielen kleinen und mittleren Unternehmungen, welche die Schweizer Bauwirtschaft bilden, können diese Entwicklungsschritte nicht alleine vollziehen, vor allem im Hinblick auf das Tempo der globalen Konkurrenz. Es besteht die latente Gefahr, dass die Schweizer Bauwirtschaft die anstehende Veränderung übernehmen muss und diese nicht mitgestalten kann. Ein Zusammenwirken aller an der Planung, Bau und Betrieb Beteiligten ist unumgänglich - es braucht Information, Koordination und Unterstützung. Die Schweizer Bau- und Immobilienbranche muss diese Herausforderung gemeinsam angehen.

Ziel der Interessengemeinschaft

Die Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz» informiert und koordiniert die relevanten Organisationen und Partner der gesamten Wertschöpfungskette «Planung, Bau und Betrieb» mit dem Fokus auf das gemeinsame Ziel: Die Schweizer Bauwirtschaft bei der Transformation hin zum digitalen Bauen nachhaltig zu unterstützen und die Konkurrenzfähigkeit, auch international, zu erhalten. Die Breite der anstehenden Aufgaben können nicht alleine von einer Organisation geleistet werden. Sie fördert gezielt das gemeinsame nationale Verständnis, koordiniert die Nachfrage und das Angebot und unterstützt aktiv die Umsetzung.

Strategie

Die Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz» verbindet die Netzwerke der Bauwirtschaft in der Schweiz. Die involvierten Organisationen und Partner prägen den Wandel mit und lösen die notwendigen Massnahmen gemeinsam aus. Auf diese Weise sorgen sie für Konsens unter den Beteiligten. Die Vertreter der Organisationen und Partner tragen die Informationen und Ergebnisse zurück in ihre Organisationen und sorgen so für die Verständigung innerhalb der jeweiligen Fachterminologie.

Umsetzungsplan

In der Phase 1 «Definieren» wurden die Grundlagen geschaffen damit die Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz» gegründet werden kann. Mit den beteiligten Partnern wurden die Thesen, mögliche Projekte sowie die Massnahmen und die Finanzierung festgelegt. Beginn war der 12. Juni 2015 im Rahmen der Fachtagung «BIM - Einführung in der Schweiz» an der ETH Zürich. Damit die Aktivitäten koordiniert werden konnten, wurde ein Strategieteam eingesetzt. Dies mit dem Ziel, eine solide Grundlage mit den Partnern zu bilden.

In der Phase 2 «Handeln» wird die Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz» der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und offiziell gegründet. Start ist der 12. Januar 2016 im Rahmen der Swissbau. Vorgestellt werden das Ziel, die Strategie sowie die erarbeiteten Thesen, Handlungsfelder und Massnahmen. Ziel dieser gemeinsam angesetzten Massnahmen ist es, das digitale Bauen in den folgenden Jahren in der Schweiz zu verankern, um die Konkurrenzfähigkeit sicher zu stellen.

Organisation

Die Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz» vereint die bestehenden Institutionen, Verbände und Unternehmungen rund um das digitale Bauen und vertritt damit ein gemeinsames Interesse. Durch eine Geschäftsstelle wird dem Anspruch an Professionalität in der Kommunikation, dem Aufbau und der Umsetzung der Massnahmen Rechnung getragen. Das Strategieteam prägt den Aufbau und die strategische Ausrichtung der Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz».

Mit der Gründung, wird die Organisation neu aufgestellt. Das Strategieteam wird durch einen Ausschuss ersetzt. Damit wird sichergestellt, dass die Interessengemeinschaft dynamisch und handlungsfähig bleibt. Ein breit aufgestellter Vorstand definiert die strategischen Massnahmen und ordnet diese zeitlich. Der Ausschuss stellt die Verbindung zur Geschäftsstelle sicher und bereitet die Grundlagen auf.

Die Mitglieder der Partner sind die Nutzniesser der Initiative. Durch diese Kooperation erreicht die Interessensgemeinschaft alle an der Planung, Bau und Betrieb Beteiligten und vereint rund 60’000 Unternehmen mit über 500’000 Mitarbeitern aus der Schweizer Bauwirtschaft.

Zusammenarbeit mit dem SIA, CRB, KBOB und IPB

Auf Initiative des SIA, des KBOB/IPB, des CRB und von «Bauen digital Schweiz» wird eine Plattform («Netzwerk Digital») zur internen Verständigung und Koordination ins Leben gerufen. Sie verfolgt den inhaltlichen Abgleich zur Umsetzung der Digitalisierung innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette im Bauwesen und koordiniert die Anliegen der Organe und deren Mitglieder im Bereich des «Building Information Modellings» (BIM). Das Netzwerk zeichnet für eine ganzheitliche, von der Intention bis zur Bewirtschaftung abgestimmte Strategie der beteiligten Stammgruppen verantwortlich und koordiniert die Ressortzuteilung der zu behandelnden Themen. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, Ineffizienzen bei der Erarbeitung von Aufgaben- und Themenbereichen zu vermeiden und die Fitness der Betroffenen in Zukunft zu stärken.

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